Schwerelos im DLR
Einen ganzen Schultag lang tauschten Schüler:innen der achten Klassen das Klassenzimmer gegen Forschungslabore und gingen beim Deutschen Luft- und Raumfahrtzentrum auf Erkundungstour. In verschiedenen Workshops wurde im School-Lab des DLR in Kleingruppen geforscht, ausprobiert, gesteuert, gemessen – und manchmal auch kontrolliert zum Absturz gebracht. Mit viel Interesse und noch mehr Engagement tauchten die Jugendlichen in spannende Themen rund um Luft- und Raumfahrt ein.
So wurde beim Projekt „leiser fliegen“ geklärt, was eine Schallwelle eigentlich ist, wie sich Lärm ausbreitet und warum Flugzeuge manchmal nicht nur am Himmel zu sehen sind, sondern auch auf die Ohren gehen. Natürlich blieb es nicht bei der Theorie: Empirische Forschung im Selbstversuch mit gemeinsamem Schreien stand auf dem Programm.
In der „Mission ISS“ ging es hinaus ins All – zumindest virtuell. Neben anschaulich erklärten physikalischen Grundlagen der Schwerelosigkeit konnten die Schüler:innen mithilfe einer VR-Brille die Internationale Raumstation erkunden und sich einmal fühlen wie Astronaut Alexander Gerst auf Forschungsmission der European Space Agency.
Wieder zurück auf der Erde wurde es beim Thema „Multikopter“ technisch: Wie funktionieren eigentlich Drohnen, Hubschrauber und ihre Propeller? Am Bildschirm konnten eigene Flugmanöver ausprobiert werden – inklusive Start, Landung und Zielflug. Dass dabei die ein oder andere Drohne abstürzte, war zum Glück nur Teil der Simulation.
Im „Lotsenstand“ wurde es dann richtig offiziell: Mit Headset ausgestattet übernahmen die Schüler:innen die Rolle von Fluglots:innen und dirigierten Flugzeuge mit Kommandos wie „six, zero, five Lufthansa heading …“ sicher durch Start- und Landevorgänge. Das war gar nicht so einfach, wenn mehrere Maschinen gleichzeitig unterwegs sind.
Auch der „Windkanal“ durfte nicht fehlen: Hier wurden physikalische Zusammenhänge experimentell nachvollzogen, Messungen durchgeführt und Einblicke in Aerodynamik und Strömungstechnik gewonnen. Modellfahrzeuge und verschiedene Strömungsprofile machten sichtbar, was sonst unsichtbar durch die Luft strömt.
Für viele war dieser Tag nicht nur spannend, sondern vielleicht auch ein kleiner Blick in die Zukunft. Wer weiß, ob nicht irgendwann jemand als Student:in oder Mitarbeiter:in zum DLR oder sogar in die Schwerelosigkeit zurückkehrt.
Alex Geiger (Team 8)








