Schulpartnerschaft der IGS Franzsches Feld mit den Schulen der Colonia 22 de abril
Die “Gemeinde vom 22. April”, mit deren Schulen unsere Schule eine Partnerschaft unterhält, wird durch den deutschen “Freundeskreis El Salvador” unterstützt:
» Hauptziel des “Freundeskreises El Salvador” ist die Förderung der Partnerschaft unseres Kreises mit der Gemeinde vom 22. April (comunidad 22 de abril) in Soyapango am Stadtrand von San Salvador. Wir wollen den Einsatz unserer Partner in El Salvador für menschenwürdige Lebensbedingungen unterstützen. Darüber hinaus sollen sich Menschen in Europa und in El Salvador besser verstehen lernen. «
freundeskreis-el-salvador.de

Geschichte der Siedlung “Colonia 22 de abril”
Zu Beginn der Siebzigerjahre konnten zahlreiche Bewohner der Hauptstadt El Salvadors, San Salvador, die für sie zu hohen Mieten nicht mehr bezahlen. Arbeitslosigkeit und Preiserhöhungen vertrieben sie. Die Reichen El Salvadors besitzen das meiste Land und dulden keine Obdachlosen auf ihrem Grund und Boden. Deshalb besetzten verarmte Frauen, Männer und Kinder eine Müllkippe am Rande der Haupstadt, in der Gemeinde Soyapango.
An einem 22. April gründete man aus armseligen, teilweise aus Abfällen gebauten Hütten die Siedlung “Colonia 22 de abril”.
Zu Beginn der Achtzigerjahre eskalierte der Bürgerkrieg: Die salvadorianische Luftwaffe bombardierte in den Konfliktgebieten Dörfer und verübte Massaker an der Zivilbevölkerung. So kam eine neue Welle von Flüchtlingen auf die Gemeinde vom 22. April (colonia 22 de abril) zu. Sie siedelten sich auf jedem freien Meter rechts und links einer Bahnlinie und rund um einen Fußballplatz herum an. Es entstand ein Elendsviertel mit mehreren tausend Menschen, in der Mehrzahl Frauen un Kinder. Viele Männer entfliehen diesen schlimmen Lebensverhältnissen und lassen ihre Familien im Stich. Andere arbeiten in den USA und schicken regelmäßig Geld an ihre Angehörigen.
Die Frauen versuchen sich mit dem Verkauf von “Billigartikeln” und Obst, durch Gelegenheitsarbeiten oder Betteln durchzuschlagen. Sobald sie nur können, müssen sich die Kinder an den notwendigen Arbeiten beteiligen. Oft Jungem sie tatenlos herum, vernachlässigt von den Erwachsenen, die sich nicht um sie kümmern kennen. Die meisten Kinder sind unterernährt und somit in Gefahr, bleibende gesundheitliche Schäden für ihr ganzes Leben zu erleiden. Viele Menschen werden durch die völlig unzureichenden hygienischen Verhältnisse krank.
Die Menschen sind meist arbeitslos und leben unter unzureichenden hygenischen Bedingungen.
Die Mehrheit der Menschen dort hat keine regelmäßige Beschäftigung. Drogensucht, Alkoholismus, Kriminalität und bewaffnete Auseinandersetzungen zwischen Jugendbanden nehmen unter diesen Umständen stark zu.
