Doppelleben und Spiegelbilder – Klasse 6.4 zu Besuch im Photomuseum

Schwarz-Weiß Fotos. Ein seltsamer Mann mit einem Filzhut sitzt auf dem Boden und näht. Er heißt Joseph Beuys und war wohl mal ein wichtiger Künstler. Noch viele andere bekannte Künstlerinnen und Künstler waren auf den Fotos zusehen. Sie alle machten merkwürdige Dinge, strichen Zäune oder standen auf Plätzen. Wir haben noch nie von ihnen gehört, aber Frau Poppek war schwer begeistert. Wir haben darüber diskutiert, was ein gutes Porträt, also die Darstellung von Menschen, ausmacht und wieso es manchmal sinnvoll ist, schwarz-weiß zu fotografieren. 

Silvia Platen ist eine bekannte Fotografin und machte Porträts von anderen Künstler:innen und ihren Aktionen, besonders in den 60er Jahren. Kunst über Kunst: ein richtiges Doppelleben also. Wir haben gelernt, dass Kunst nicht immer nur Bilder oder Skulpturen sind. Auch Performances und Aktionen sowie das Dokumentieren davon sind Kunst. 

Der zweite Teil der Ausstellung zeigte bunte und verrückte Fotos von der finnischen Künstlerin Elina Brotherus. Auch sie beschäftigt sich mit den Kunstwerken von anderen und macht daraus ihre ganz eigenen Bilder. Unser Fazit: Sie sollte nicht immer so ernst gucken. 

Ein bisschen schwer zu verstehen war das schon… können wir das auch? Wir werden es in der kommenden Unterrichtseinheit „Porträtfotografie“ herausfinden und einen Kameraführerschein machen.