Erasmus-Projekt mit Dijon – Rückblick auf einen gelungenen Austausch

In der ersten Juniwoche besuchte das Lycée Saint-Joseph aus Dijon mit 33 französischen Jugendlichen die IGS:FF. Der Französisch-WPB des neunten Jahrgangs, der bereits im März nach Dijon gereist war, empfing die Gruppe am Dienstag, den 2. Juni, mit einer Willkommensfeier im neu gestalteten Legretto. Rund um ein reichhaltiges Buffet, bei kleinen Spielen auf dem Schulhof und beim gemeinsamen Fußball freuten sich alle über das Wiedersehen und knüpften an bestehende Kontakte an. Auch die Gastschüler:innen aus anderen Jahrgängen, die einen französischen Jugendlichen bei sich aufnahmen, lernten in diesem Rahmen ihre Partner:innen kennen.

In den folgenden drei Tagen begleiteten die französischen Gäste den schülerorientierten Unterricht, unternahmen einen Ausflug nach Wolfsburg und nahmen an einer Stadtführung durch Braunschweig teil. Am Donnerstag arbeiteten deutsche und französische Jugendliche gemeinsam an drei Erasmus-Projekten. Praktisch und handlungsorientiert erkundete eine Gruppe die Mittelriede. Mit Keschern und Watthosen suchten sie nach wirbellosen Tieren, während Herr Fonga und Herr Baptist als Experten die gute Wasserqualität bestätigten. Neben spannenden Entdeckungen hatten die Schüler:innen viel Spaß an der frischen Luft und im Wasser. Eine zweite Gruppe widmete sich in der Schulküche dem Thema Foodsaving: Sie verwandelte gerettete Backwaren in Brotchips und Picknicktüten. Die dritte Gruppe baute in den Werkräumen Insektenhotels, die später im Schulgarten aufgestellt wurden. Einige dieser Hotels werden künftig rund um das Lycée Saint-Joseph in Dijon stehen, um dort die Insektenpopulation zu fördern und an den Austausch zu erinnern. Die französischen Schüler:innen zeigten sich begeistert von den Räumlichkeiten und den praktischen Erfahrungen, die diese ermöglichten.

Nach einem gemeinsamen Mittagessen in der Mensa ging es zur Oker, wo alle Tretboot fuhren. Zwar kehrten nicht alle trocken zurück, doch die ausgelassene Stimmung und das stabile Wetter sorgten für gute Laune. Besonders bemerkenswert war, wie gut sich die deutschen und französischen Jugendlichen verstanden. In kleinen und großen Gruppen knüpften sie Kontakte, verabredeten sich zu gemeinsamen Aktivitäten außerhalb des Programms und unterstützten einander. So fiel der Abschied am Samstagnachmittag am Hauptbahnhof einigen schwer. Vielleicht ergibt sich in den Ferien ein Wiedersehen oder ein länger andauernder Kontakt – die Chancen stehen gut.

Ein herzlicher Dank gilt den Gastfamilien in Braunschweig, die mit ihrer Offenheit und ihrem Engagement diese Austauschwoche ermöglicht haben. Die vielen positiven Rückmeldungen bestätigen eindrücklich, dass Gastfreundschaft nicht nur lohnt, sondern den Alltag bereichert.

Julia Sittler (Team 9)