Neue Perspektiven für Unterricht und Inklusion durch Job-Shadowing in Italien

Im Rahmen des europäischen Bildungsprogramms Erasmus+, das den Austausch und die Zusammenarbeit von Schulen in Europa fördert, konnten die Lehrkräfte Lisanne Kraeva und Imke Brockmann von der IGS Franzsches Feld eine Woche lang an einem Job-Shadowing an der Mittelschule „Toniolo“ in Pieve di Soligo (Italien) teilnehmen. Dabei begleiteten sie italienische Kolleginnen und Kollegen im Unterricht und erhielten spannende Einblicke in den Schulalltag sowie in die italienische Praxis inklusiver Bildung.

Besonders beeindruckend war die offene und herzliche Atmosphäre an der Schule. Schülerinnen und Schüler mit unterschiedlichen Lernvoraussetzungen lernen selbstverständlich gemeinsam, unterstützt durch eine enge Zusammenarbeit von Regel- und Unterstützungslehrkräften sowie durch strukturierte Förderplanung. 

Während der Hospitationen konnten vielfältige Unterrichtssituationen beobachtet werden – vom kreativen Technologieunterricht über Sprachunterricht bis hin zu Musikstunden, in denen ganze Klassen gemeinsam musizieren. Auffällig war auch der Einsatz neuer Medien: Digitale Werkzeuge werden gezielt genutzt, stehen jedoch nicht im Mittelpunkt des Lernens. 

Neben den schulischen Eindrücken bot der Aufenthalt zahlreiche Gelegenheiten zum internationalen Austausch. Im Gespräch mit italienischen Kolleg:innen sowie mit zwei gleichzeitig hospitierenden Lehrerinnen aus Spanien konnten Unterschiede und Gemeinsamkeiten europäischer Bildungssysteme diskutiert werden. 

Auch die Umgebung hinterließ einen bleibenden Eindruck: Die hügelige Landschaft der Prosecco-Region rund um Pieve di Soligo, die zum UNESCO-Welterbe gehört, sowie historische Orte entlang der ehemaligen Frontlinie des Ersten Weltkriegs machten deutlich, wie eng europäische Geschichte, Kultur und Gegenwart miteinander verbunden sind. 

Die gewonnenen Erkenntnisse und Ideen werden nun im Kollegium der IGS Franzsches Feld weitergegeben und können neue Impulse für Unterricht, Inklusion und internationale Zusammenarbeit setzen.

Imke Brockmann (Förderlehrerin)