Die IGS:FF in Stichworten
Die IGS Franzsches Feld ist eine Schule, die auf Beziehung, Verantwortung und individuelle Lernentwicklung setzt. Sie steht gleichermaßen für gemeinschaftliches Miteinander und individuelle Entfaltung wie für Unterstützung und Leistungsstreben.
- An der IGS:FF lernen etwa 900 Schüler:innen der Jahrgänge 5 bis 13. Mehr als 100 Mitarbeiter:innen arbeiten täglich mit ihnen an ihrer fachlichen und persönlichen Entwicklung. Dazu zählen über 90 Lehrer:innen, Sozialpädagog:innen, pädagogische Mitarbeiter:innen, Sekretärinnen, ein Schulassistent, ein Hausmeister und weitere.
- Unser Einzugsbereich ist die Stadt Braunschweig. Die Anzahl der Anmeldungen übersteigt die freien Plätze, sodass ein Losverfahren über die Aufnahme für den fünften Jahrgang entscheidet.
- Jede Klasse wird von zwei Tutor:innen von Klasse 5 bis 10 kontinuierlich begleitet. So schaffen wir verlässliche Beziehungen als Grundlage für erfolgreiches Lernen.
- Die Tutor:innen der Klassen eines Jahrgangs bilden zusammen mit weiteren Kolleg:innen das Jahrgangsteam. Dieses übernimmt die Verantwortung für die pädagogische und organisatorische Gestaltung des gesamten Jahrgangs und arbeitet in fest verankerten wöchentlichen Teamsitzungen eng zusammen, um sich kontinuierlich über die Lern- und Persönlichkeitsentwicklung der Schüler:innen sowie über die Situation der Klasse auszutauschen und pädagogische Schritte gemeinsam abzustimmen.
- In den Klassen 5 bis 8 verzichten wir bewusst auf Noten und setzen auf individuelle Rückmeldungen, die die Lernentwicklung transparent machen. Die Lernentwicklungsberichte bestehen aus Tutorenbrief, Schülerbrief und Fachbriefen. Ab Klasse 9 erhalten die Schüler:innen ergänzend zu den Lernentwicklungsberichten auch Noten.
- In den Klassen 5 und 6 finden im ersten Halbjahr von allen Beteiligten vorbereitete Lernentwicklungsgespräche zwischen Schüler:innen, Eltern und Tutor:innen statt.
- Unsere pädagogische Tages- und Wochenstruktur beginnt mit einem offenen Einstieg. Im Tagesverlauf werden die Pausen bewusst länger, da Erholung, Bewegung und gemeinsame Freizeit für das Lernen wichtig sind. Am Ende der Woche gibt es Tutorenstunden – in den Jahrgängen 5 und 6 auch zu Wochenbeginn.
- Wir sind eine gebundene Ganztagsschule. Pflichtunterricht findet an drei Nachmittagen statt. Selbstständige Lern- und Arbeitsphasen sind fest in den Schultag integriert, sodass die Schüler:innen in den ersten Jahren in der Regel ohne klassische Hausaufgaben lernen. Ergänzt wird der Schultag durch zahlreiche Arbeitsgemeinschaften, abwechslungsreiche Mittagsfreizeiten, frisch gekochtes Essen in der Mensa von Montag bis Donnerstag, eine Cafeteria, einen großen Schulhof mit Bewegungsmöglichkeiten und eine Spieleausleihe für die Pausen.
- Der Unterricht an der IGS Franzsches Feld ist konsequent in Tischgruppen Die Schüler:innen lernen, Verantwortung für ihre Lerngruppe zu übernehmen, kooperativ zu arbeiten und sich gegenseitig zu unterstützen. Ein begleitendes Tischgruppentraining durch Tutor:innen und Sozialpädagog:innen stärkt gezielt Kommunikations-, Kooperations- und Konfliktfähigkeit.
- In der Zeit des persönlichen Lernens (PerLe), die häufig mit zwei Lehrer:innen besetzt ist, lernen die Schüler:innen, Verantwortung für ihren eigenen Lernprozess zu übernehmen. Sie setzen sich Ziele, planen Lernwege, reflektieren ihre Fortschritte und entwickeln so schrittweise Selbstständigkeit im Lernen. Dabei erschließen sie sich Inhalte eigenständig, im Austausch mit anderen Schüler:innen sowie mit Unterstützung der Lehrer:innen. In PerLe-Epochen arbeiten sie über einen Zeitraum von bis zu drei Wochen vertieft an einem übergeordneten Thema eines Faches.
- Unser stufenbezogenes Differenzierungskonzept verzichtet in den Jahrgängen 5 und 6 bewusst auf äußere Fachleistungsdifferenzierung, um ein gemeinsames Ankommen und eine Lernentwicklung zu ermöglichen. Ab dem 7. Jahrgang arbeiten wir in einem leistungsdifferenzierten, flexiblen Kern-Kurs-System auf zwei Anspruchsebenen in Mathematik und Englisch. In den Jahrgängen 9 und 10 erfolgt die äußere Fachleistungsdifferenzierung auf zwei Anspruchsebenen in Mathematik, Englisch, Deutsch und Naturwissenschaften.
- Im Wahlpflichtbereich I ab Klasse 7 bieten wir fächerübergreifende Lernfelder wie Natur-Mensch-Technik, technische Welt und musisch-kulturelle Bildung sowie Französisch oder Spanisch als zweite Fremdsprache an. Der Wahlpflichtbereich II im neunten Jahrgang setzt den Schwerpunkt im Projektlernen.
- Wir eröffnen unseren Schüler:innen besondere Erfahrungen und vielfältige Möglichkeiten, ihre Talente zu entdecken und weiterzuentwickeln. Als Partnerschule des Leistungssports „Basketball“ fördern wir gezielt sportliche Begabungen. Kreative Talente finden in unseren Musicalprojekten, im Chor und im Orchester „Franzsche Vielharmonie“ vielfältige Entfaltungsmöglichkeiten.
- Als MINT-Schule setzt die IGS:FF einen besonderen Schwerpunkt auf naturwissenschaftlich-technische Bildung. Mit ihrem Technologielabor, das zugleich als außerschulischer Lernort für andere Schulen dient, sowie in Kooperation mit dem DLR_SchoolLab eröffnet sie ihren Schüler:innen praxisnahe Einblicke in aktuelle Forschung und technische Anwendungen. Zugleich pflegt die Schule einen eigenen Schulwald und führt Renaturierungsprojekte durch, um ökologische Verantwortung mit wissenschaftlichem Lernen zu verbinden.
- Als Erasmus-Schule pflegen wir verlässliche Partnerschaften in vielen europäischen Ländern und ermöglichen unseren Schüler:innen internationale Begegnungen, die Fremdsprachenkompetenzen, interkulturelles Lernen und Weltoffenheit nachhaltig stärken.
- Ab Klasse 7 arbeiten alle Schüler:innen mit von Eltern finanzierten Tablets, die den Unterricht sinnvoll digital ergänzen. Ein leistungsstarkes WLAN im gesamten Schulgebäude sorgt für reibungsloses Arbeiten. Zugleich bleiben Bücher, Lektüren sowie Stift und Papier ein wichtiger Bestandteil unseres Lernalltags.
- Demokratische Strukturen prägen unseren Schulalltag. Wir ermutigen unsere Schüler:innen, ihre Meinung einzubringen, Verantwortung zu übernehmen und Demokratie aktiv zu leben.
- Die Schüler:innen wählen ein Schüler:innenvertretungsteam, das ihre Interessen vertritt, die Eltern organisieren sich im Vorstand des Schulelternrats. Beide Gremien arbeiten eng mit den Jahrgangsteams und der Schulleitung zusammen und gestalten die Schulentwicklung aktiv mit.
- Jede Klasse entsendet eine Schüler- und eine Elternvertretung mit Stimmrecht in die Gesamtkonferenz. So sind Schüler:innen und Eltern verbindlich an zentralen Entscheidungen der Schule beteiligt.
- Die Profiloberstufe führt die Reformschwerpunkte der Sekundarstufe I in Form von fächerübergreifendem, themenorientiertem Lernen in stabilen Lerngruppen weiter.
- Nach einer Ankommens- und Orientierungsphase in der elften Klasse wählen die Schüler:innen am Ende dieser Jahrgangsstufe eines von vier Profilen.
- Durch festgelegte Kombinationen von Leistungskursen und weiterer profilgebundener Fächer findet ein Großteil des Unterrichts im Klassenverband statt. Dies ermöglicht stabile Lerngruppen, eine enge Begleitung durch die Tutor:innen sowie fächerübergreifendes Lernen, unter anderem in Projekten mit langjährigen Kooperationspartnern.
Schule mit besonderer Ordnung:
- kollegiale Schulleitung
- alle Funktionsstellen werden zunächst befristet vergeben
- aus jeder Klasse nehmen ein:e Schülerverter:in- und ein:e Elternvertreter:in mit Stimmrecht an der Gesamtkonferenz teil
- die Schüler:innen organisieren sich in einem Schülervertretungsteam, die Eltern im Vorstand des Schulelternrats
