Verkehrsaktion für junge Fahranfänger: Lernen, lachen und Leben retten

Wer glaubt, Autofahren besteht nur aus Gas geben, lenken und die Lieblingsplaylist aufdrehen, wurde bei der Verkehrsaktion für die Schülerinnen und Schüler des 13. Jahrgangs schnell eines Besseren belehrt. An mehreren spannenden Stationen konnten die angehenden Fahranfänger erleben, was im Straßenverkehr wirklich wichtig ist. Unterstützung gab es dabei vom Präventionsteam der Polizei sowie vom Arbeiter-Samariter-Bund (ASB).

Unfallort absichern: Warnweste ist das neue Schwarz

An der ersten Station ging es um die Absicherung eines Unfallortes. Die Jugendlichen lernten, wie man eine Unfallstelle richtig sichert und warum das Warndreieck nicht einfach als Dekoration im Kofferraum mitfährt. Schnell wurde klar: Wer hier die Reihenfolge verwechselt, sorgt im Ernstfall eher für Chaos als für Hilfe.

Alkohol und Drogen: Promille machen keine Superkräfte

Mit speziellen Rauschbrillen konnten die Teilnehmenden ausprobieren, wie sich Alkohol oder Drogen auf die Wahrnehmung auswirken. Das Ergebnis war eindeutig: Geradeaus laufen wurde plötzlich zur olympischen Disziplin. Spätestens nach dem dritten verfehlten Hütchen war allen klar, dass berauschende Mittel und Autofahren ungefähr so gut zusammenpassen wie Pommes und Zahnpasta.

Erste Hilfe: Keine Angst vor dem Helfen

An der Station „Erste Hilfe“ zeigte der ASB, wie man in Notfällen richtig reagiert. Vom Notruf bis zur stabilen Seitenlage konnten die Schülerinnen und Schüler selbst aktiv werden. Dabei wurde deutlich: Helfen ist keine Zauberei, sondern eine Fähigkeit, die jeder lernen kann. Und keine Sorge, die Übungspuppen haben alle Maßnahmen problemlos überlebt.

Rechtliche Folgen: Teure Fehler statt günstiger Fahrspaß

Welche Konsequenzen Fehlverhalten im Straßenverkehr haben kann, erfuhren die Jugendlichen an einer weiteren Station. Neben Punkten in Flensburg, Bußgeldern und Fahrverboten wurde schnell klar, dass ein Führerschein deutlich mehr Spaß macht, wenn man ihn auch behalten darf.

Ein lehrreicher Tag mit viel Praxis

Die Verkehrsaktion bot eine gelungene Mischung aus Information, Praxis und einigen lustigen Momenten. Gleichzeitig wurde allen bewusst, dass Verantwortung, Rücksichtnahme und Aufmerksamkeit entscheidende Voraussetzungen für eine sichere Teilnahme am Straßenverkehr sind.

Ein herzliches Dankeschön gilt dem Präventionsteam der Polizei sowie dem Arbeiter-Samariter-Bund, die mit ihrem Engagement dazu beigetragen haben, dass unsere zukünftigen Fahranfänger bestens vorbereitet in Richtung Führerschein starten können. Schließlich soll die erste eigene Fahrt mit dem Auto in guter Erinnerung bleiben und nicht als Fallbeispiel im nächsten Verkehrssicherheitsseminar enden. 

Martin Henkel (FBL AWT, Berufsorientierung und Mobilität)